Auf dieser Seite werden Leserbriefe von Mitgliedern unseres Ortsvereins veröffentlicht. Die darin dargelegten Standpunkte sind Einzelmeinungen der jeweiligen Autoren und spiegeln nicht unbedingt die Meinung des Ortsvereins wieder.

Veröffentlicht: 17.04.2013 unter Leserbriefe

Leserbrief zur Berichterstattung der Volksstimme vom 16.April über die Frühjahrsputzaktion auf der Lust

Der SPD-Ortsverein war beim Frühjahrsputz für den Bereich Charlottenlust eingeteilt. Da sich dort aber schon viele fleißige Helfer zusammen gefunden hatten, haben wir uns kurzfristig dazu entschieden, auf der Lust den Frühjahrsputz durchzuführen, sodass es zu einer kurzen zeitlichen Verzögerung kam. Natürlich haben wir uns über die Hilfe aus der Bürgerschaft beim „Reinemachen“ auf der Lust sehr gefreut und dies gegenüber den Helfern selbstverständlich auch zum Ausdruck gebracht! Die im Artikel formulierte Kritik an der fehlenden Instruktion, wie man den Müll beseitigen sollte, kann ich jedoch nun wirklich nicht verstehen. In letzter Konsequenz blieb nur eines an diesem Tag zu tun: die Massen an Müll, über die man förmlich überall auf der Lust stolperte, in große Säcke zu füllen und darauf zu warten, dass die Stadtverwaltung die Säcke abholt. Eine weitere Betreuung durch die Vertreter des Ortsvereins oder auch der Stadtverwaltung war daher nicht notwendig. Dass dies auch ohne Anleitung hervorragend funktioniert, beweist der jetzige Zustand der Lust!

Tobias Kascha

Veröffentlicht: 15.04.2013 unter Leserbriefe

Leserbrief zur Wahl von Heike Brehmer als CDU-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl

Wie muss es wohl um die Landes-CDU bestellt sein, wenn sie die Bundestagsabgeordnete Heike Brehmer zur Spitzenkandidatin bei der Bundestagswahl kürt? Hier vor Ort fiel sie in den letzten dreieinhalb Jahren kaum auf – was entweder an ihr selbst oder an ihrer möglicherweisen schlechten Pressearbeit liegen kann. Interessant sind hingegen die Wahlversprechen von Frau Brehmer, die sie am 18. September 2009 in der Harzer Volksstimme abgab und der Vergleich mit der politischen Realität, an der Frau Brehmer gemessen werden muss. Demnach war sie vor ihrer Wahl gegen die Rente mit 67, für Atomkraft, für einen Mindestlohn und gegen Bundeswehrauslandseinsätze. Das Ergebnis: Alle diese Wahlversprechen hat sie (und ihre Partei) gebrochen. Welch eine niederschmetternde Bilanz für die CDU-Spitzenkandidatin!

Ralf Mattern, Wernigerode

Veröffentlicht: 05.04.2013 unter Leserbriefe

Leserbrief zur Äußerung des Herrn Kleint vom 28.03.2013

Da ist es wieder: Das maßlose Geschimpfe von Dauernörglern und –meckerern auf die Parteien. Da darf ein Leserbriefautor behaupten, dass Parteien „korrupt“ sind und voller „Standesdünkel“ seien – und solch ein Unfug findet auch noch den Weg in meine Heimatzeitung! Keine demokratische Partei in diesem Land sondert sich von der Bevölkerung ab, jede hat Bürgerbüros, bietet Sprechstunden, Veranstaltungen, Diskussionsrunden usw. an. Parteien findet man in den meisten Kommunen, ihre Mitglieder engagieren sich größtenteils ehrenamtlich für die Allgemeinheit in ihrer Freizeit. Wie kann der Leserbriefschreiber da von „Standesdünkel“ unken? Dann bekrittelt er den Lobbyismus der Parteien. Ja, natürlich sind Parteien Lobbyisten – nämlich für ihre Werte, Anschauungen und Ansichten und den daraus folgenden Interessen und Zielen, die sie vertreten bzw. erreichen wollen. Eine Partei ist z. B. Lobbyist für ein katholisches Familienbild, eine andere Partei ist Lobbyist für die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie, eine dritte versteht sich als Lobbyist für einen gesetzlichen Mindestlohn, eine vierte Partei eher für Gentechnik und Hoteliers. Der Bürger kann, wenn er denn nicht Ausreden findet um selbst Mitglied einer Partei zu werden, zu Wahlen entscheiden, welche Interessen welcher Partei er unterstützen möchte und was dann von den Gewinnern der Wahl in den Regierungen umgesetzt werden wird. Was ist daran herumzumäkeln? Beleidigend wird der Leserbriefschreiber hingegen mit seiner Behauptung, dass Parteien „korrupt“ seien – ohne auch nur den Anschein erwecken zu wollen, eine derartige Ungeheuerlichkeit mit Beweisen belegen zu wollen. Damit beleidigt er Hunderttausende Menschen in Deutschland, die Mitglied einer Partei sind, mit dem Vorwurf, dass sie einer kriminellen Vereinigung angehören. Es ist unfassbar, dass ein derartiger Unsinn veröffentlicht wird! Letztlich: An dieser Stelle stellt sich die Frage an Ihre Zeitung, die insbesondere von den politischen Diskussionen in der Gesellschaft lebt: Leisten Sie Beihilfe zur Korruption?

Ralf Mattern, Wernigerode