Veröffentlicht: 28.03.2010 unter aus dem Ortsverein

Bunte Ostereier von den Sozialdemokraten

Bunte Ostereier von den SozialdemokratenAm Ostersamstag verteilten einige Wernigeröder Sozialdemokraten, unter ihnen Vorstandsmitglied Siegfried Siegel, an der Haltestelle Rendezvous 360 bunte Ostereier. Innerhalb einer dreiviertel Stunde waren die kleinen Aufmerksamkeiten unter die Leute gebracht, die diese Aktion als “sehr humorvoll und gelungen” bezeichneten. Nicht nur nebenbei wurde auch eifrig über politische Themen diskutiert, wobei deutlich wurde, dass viele Wernigeröder den sozialdemokratischen Ideen Sympathien entgegen brachten.

Veröffentlicht: 12.03.2010 unter aus dem Ortsverein

SPD-Mitgliederversammlung wählt Kandidaten für Landtagswahl

Siegfried SiegelDie Mitgliederversammlung des Ortsverein Wernigerode der SPD hat am 12.03.2010 mit überwältigender Mehrheit beschlossen, die Kandidatur von Stadtrat Siegfried Siegel als Direktkandidat für den Landtagswahlkreis Wernigerode zu unterstützen. Dieser Wahlkreis umfasst auch das Gebiet der Stadt Oberharz. Deshalb muss über die verbindliche Nominierung die Wahlkreisversammlung entscheiden, in der auch die Ortsvereine der SPD im Oberharz vertreten sind. Die Wahlkreisversammlung wird zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Siegfried Siegel (58) ist von Beruf Chemiefacharbeiter. Er war einer der Gründer des SPD-Ortsvereins 1990 und gehört seitdem zu den profiliertesten Vertretern der Wernigeröder Sozialdemokraten. Vielfältig ist sein ehrenamtliches Engagement: Stadtrat ununterbrochen seit 1990, Mitarbeit in verschiedenen Gremien der evangelischen Kirche, z. T. in leitender Verantwortung, Gewerkschafter und Betriebsratsvorsitzender über viele Jahre, Mitglied der Wernigeröder Bergwacht u.a.m. Auf ihrer Versammlung starteten die Sozialdemokraten auch eine Unterschriftenaktion gegen die von der Bundesregierung beabsichtigten “Kopfpauschale” im Gesundheitswesen – für die Bürgerversicherung. Wer gleichfalls unterschreiben möchte, kann dies im Internet oder bei Veranstaltungen der Wernigeröder Sozialdemokraten tun.

Veröffentlicht: 11.03.2010 unter Leserbriefe

Leserbrief vom 11.03.2010: Gentechnik

Dass ausgerechnet der Gentechnik-Lobbyist Jens Katzek die Gefahr, die von gentechnisch veränderten Pflanzen (und Tieren) gerade auch perspektivisch auf Mensch und Tier ausgehen können, herunterspielt, verwundert nicht. Herr Katzur spricht (und schreibt) für die “Bio Mitteldeutschland GmbH” – allein der Name ist bereits eine Nebelkerze. Mit “Bio” hat das Ganze nichts zu tun: Es handelt sich hier um eine Förderfirma für die Anwendung gentechnisch veränderter Lebewesen, finanziert von der Industrie – von Firmen wie Hexal, Sungene und Bayer, die bislang nicht durch besonders ökologische und nachhaltige Produktion aufgefallen sind. Wenn er in Bezug auf die gentechnisch veränderte Kartoffel “Amflora” in seinem “Leserbrief” fragt, “ob jemand glaubt, dass Menschen nicht besseres zu tun haben, als Gift in die Welt zu streuen” – kann ihm geantwortet werden: Viele haben etwas “besseres” zu tun – nämlich Profite um jeden Preis zu erzielen. Und da wird “Gift” zur Not auch gern in Kauf genommen – wie die Geschichte hinlänglich bewies und beweist. Die Profitraten der Gentechnikkonzerne wie Bayer, der schweizer Firma Syngenta oder der amerikanischen Firma Monsanto sind ernorm. Das Hauptgeschäft machen diese Firmen mit dem Verkauf der zu ihrer Pflanze erforderlichen Pestizide. Passend zu den genmanipulierten Pflanzen gibt es für die Landwirte die dazugehörigen Pestizide zu kaufen. Auf die Roundup Ready-Saaten von Monsanto z. B. wird Roundup (Glyphosat) gesprüht, zu den Gen-Pflanzen LibertyLink passt das Unkrautvernichtungsmittel Liberty (Glufosinat). Ganz nach dem Motto: zu jedem Gen-Pflänzchen das passende Gift. Erhöhter Spritzmittelverbrauch, keine höheren Erträge für Landwirte, ungeahnte Nebenwirkungen und Immunitäten bei Schädlingen sind nur einige Probleme, die durch den Anbau von Gen-Pflanzen verursacht werden. Da die gentechnisch veränderten Pflanzen patentiert sind, dürfen Bauern diese Pflanzen auch nicht einfach “nachzüchten” – sie machen sich strafbar. Haben sich die Landwirte erstmal für den Anbau solcher Pflanzen entschieden, müssen sie für jede Aussaat erneut bei den Agro-Konzernen das Saatgut einkaufen – was zumindest die Agro-Konzerne freuen dürfte. In Nordamerika schickt Monsanto bereits “Gen-Detektive” auf die Felder, um Verstöße gegen das Patentrecht aufzudecken. Deshalb verschweigen die Gentechnik-Lobbyisten auch, dass bereits zwei konventionell – also ohne Gentechnik – gezüchtete Kartoffelsorten, die wie die “Amflora”-Gentech-Kartoffel einen hohen Stärke-Gehalt aufweisen, die Marktreife erreicht haben. Schon im Jahr 2005 wurde vom Stärkehersteller Avebe unter der Markenbezeichnung “Eliane” eine gentechnikfreie Amflora-Alternative präsentiert. Zudem gingen im September 2009 der Stärkehersteller Emsland Stärke und der Pflanzenzüchter Europlant gemeinsam mit Forschern des Fraunhofer-Instituts für Molekulare und Angewandte Ökologie mit einer Stärke-Kartoffel an die Öffentlichkeit. (Quelle: Greenpeace). Diese gentechnikfreie Alternativen machen die Gentech-“Amflora” hoffentlich auch aus Sicht der Stärkeindustrie überflüssig – die Bevölkerung will genmanipulierte Pflanzen und Tiere ohnehin nicht!

Ralf Mattern

Veröffentlicht: 11.03.2010 unter Leserbriefe

Leserbrief vom 11. März 2010: Stellungnahme zu Aussagen von Andre Weber

Die fehlerhaften Aussagen im Leserbrief von Andre Weber bedürfen – ohne
nochmals auf den Inhalt einzugehen – einiger Korrekturen. Andreas Steppuhn
war im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales – und dort übrigens als
Bundesvorstand einer Gewerkschaft ein politisches Schwergewicht. Sein
Vorgänger Tobias Marhold war im Innenausschuss – ein zentrales Politikfeld,
zumal nach den Terrorattacken 2001 – beides hätte Herr Weber ganz einfach
recherchieren können und nicht verschweigen müssen. Dass Frau Brehmer vier Monate lang  kein Bürgerbüro vorhielt, ist deshalb problematisch, weil die Bundestagsabgeordnete für das Betreiben von Bürgerbüros monatlich mehrere tausend Euro bekommt, die sie – und da irrt Herr Weber in seiner öffentlich geäußerten Vermutung dann doch erheblich – NICHT zurück zahlen muss, wenn sie einfach kein Bürgerbüro betreibt. Gern gebe ich Herrn Weber hiermit den Hinweis auf § 12 Abs. 2 Abgeordnetengesetz mit der Bitte, sich doch mal mit der Materie vertraut zu machen.

Ralf Mattern