Veröffentlicht: 03.11.2018 unter aus dem Ortsverein, SPD-Bürgerstammtisch

Wernigerode in der Pflege gut aufgestellt

Die Stadt Wernigerode ist im Bereich der Pflege mit ihren hiesigen Einrichtungen und den dort herrschenden Arbeitsbedingungen sehr gut aufgestellt. Was für die Stadt Wernigerode gilt, kann jedoch nicht auf alle Regionen in Sachsen-Anhalt übertragen werden. Dieses Ergebnis ergab am vergangenen Montag die Diskussion der regelmäßigen Gesprächsplattform MittenDrin, zu der der SPD-Ortsverein Wernigerode ins Museum Schiefes Haus einlud. Anlass für diesen Abend war der Austausch zum komplexen Thema des Pflegenotstands. Mit der Staatssekretärin Beate Bröcker aus dem Sozialministerium sowie Katharina von Hoff, Leiterin des Wernigeröder Pflegeheims „Sonneck – Harzfriede“ folgten zwei Expertinnen auf dem Gebiet der Einladung der SPD.

Unter der Moderation von Michael Höppner (links) zeichneten Staatssekretärin Beate Bröcker (Mitte) und Pflegeheimleiterin Katharina von Hoff (rechts) ein sehr differenziertes Bild der aktuellen Situation der Pflege in Sachsen-Anhalt.

Beide erläuterten ihre Ansichten zum viel beschriebenen Pflegenotstand und stellten ausführlich ein interessantes Bild aus dem Blickwinkel für unsere Stadt Wernigerode und aus der überregionalen Sicht dar. Unter der Moderation vom SPD-Vorstandsmitglied Michael Höppner entwickelte sich ein lebhafter Austausch in der Diskussionsrunde zur öffentlichen Wahrnehmung des Pflegeberufsbildes, Wertschätzung der Pflegeleistung, den unterschiedlichen Arbeitsbedingungen oder den sich stetig wandelnden rechtlichen Umfeld. „Der Spagat zwischen der leistungsgerechten Vergütung von Pflegekräften und einer für alle bezahlbaren Pflege der Anspruchsberechtigten bleibt die Herausforderung für unsere Gesellschaft“, fasst Michael Höppner die Problematik zusammen.

Zum Abschluss stellen die beiden Expertinnen die zukünftigen Entwicklungen und Anforderungen in der Pflege in Aussicht. Menschen zu betreuen und zu pflegen ist seit mehr als 40 Jahren der Berufswunsch von Frau Katharina von Hoff. Sie verdeutlicht an diesem Abend, dass es sich bei der Pflege um eine Herzenssache handelt und der Pflegeberuf besser als sein Ruf ist.

Veröffentlicht: 22.10.2018 unter aus dem Ortsverein, SPD-Bürgerstammtisch

SPD lädt ein zum Thema „Pflegenotstand“

Bei unserem nächsten MittenDrin widmen wir uns dem viel diskutierten Thema „Pflegenotstand“.  Dafür laden wir alle Interessierten herzlich ein am           

Montag, den 29. Oktober 2018,

um 19 Uhr,

ins Museum „Schiefes Haus“, Marktstraße 14, Wernigerode,

zu kommen.

Beate Bröcker

Referentin an diesem Abend ist die Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration, Frau Beate Bröcker. Als weitere sachkundige Gesprächsteilnehmerin wird die Leiterin des Wernigeröder Pflegeheims „Sonneck – Harzfriede“ des Diakonischen Werks, Frau von Hoff an der Begegnung teilnehmen, um aus lokaler Sicht zu informieren. Die Gesprächsleitung und Moderation an diesem Abend übernimmt das Vorstandsmitglied der Wernigeröder SPD, Michael Höppner.

„Seit Längerem wird beklagt, dass sowohl in der stationären wie auch in der ambulanten Pflege geeignetes Personal fehlt, um dem Bedarf gerecht werden zu können“, erläutert der Wernigeröder SPD-Vorsitzende Rolf Harder. „Hinzu kommt, dass aufgrund der demographischen Entwicklung die Zahl der zu pflegenden Personen ständig steigt. Andererseits entscheiden sich immer weniger junge Leute für eine Ausbildung in diesem Beruf. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Im Ergebnis führt das zu dem viel diskutierten Pflegenotstand.“

Veröffentlicht: 29.11.2014 unter aus dem Ortsverein, SPD-Bürgerstammtisch

Oberbürgermeister Peter Gaffert beim Wernigeröder Montagsgespräch

Das traditionelle öffentliche “Wernigeröder Montagsgespräch”, das vom SPD-Ortsverein veranstaltet wird, findet am Montag, den 01. Dezember 2014, im “Schiefen Haus” in der Klintgasse 5 statt. Im Mittelpunkt steht dieses Mal die kommende Wahl des Oberbürgermeisters von Wernigerode. Zu Gast ist Peter Gaffert. Auf der vor kurzem stattgefundenen SPD-Mitgliederversammlung wurde er erneut zum SPD-Kandidaten für die am 12. April 2015 anstehende Oberbürgermeisterwahl einstimmig gewählt. “Im Rahmen des Montagsgespräches haben die Wernigeröder die Möglichkeit mehr über die Person Peter Gafferts und die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Kandidatur zu erfahren”, kündigt der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Kevin Müller an, der die Veranstaltung moderieren wird. Interessant dürfte zudem Peter Gafferts Rückblick auf seine bisherige Amtszeit als Oberbürgermeister und sein Ausblick auf zukünftige Projekte und Schwerpunkte sein. Die Wernigeröder Sozialdemokraten laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Diskussion ein. Beginn des “Wernigeröder Montagsgesprächs” ist wie immer 19 Uhr.

Veröffentlicht: 24.09.2014 unter aus dem Land, aus dem Ortsverein, SPD-Bürgerstammtisch

Gaststättengesetz in der Diskussion

“Bekämpfung von Schwarzgastronomie oder Einschränkung der Vereinsarbeit?” – Das neue Gaststättengesetz, welches am 11. Juli vom Landtag beschlossen wurde, stand beim Wernigeröder Montagsgespräch der SPD vorigen Montag zur Diskussion. Dabei stand besonders § 4, der im ursprünglichen Gesetzentwurf den Ausschank von alkoholischen Getränken alleinig an eigene Vereinsmitglieder regelte, im Mittelpunkt der Debatte.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Ronald Mormann, der für diese Veranstaltung als Referent gewonnen werden konnte, hat dazu eine klare Position: Er selbst ist “Vereinsmeier” im Karnevalsverein Köthen und stuft den ursprünglichen Gesetzesentwurf des CDU-geführten sachsen-anhaltischen Wirtschaftsministeriums als wesensfremd ein. “Es könne Bier nach dem Fußballspiel durch den Verein an das eigene Team ausgeschenkt werden, der Gastverein und der Schiedsrichter müssten sich mit Wasser und Limo begnügen.” so Mormann. Die Mitgliedschaft müsse über eine Mitgliederliste nachgewiesen werden. Dies erzeuge nicht, wie mit dem Gesetz angestrebt, weniger, sondern mehr Bürokratie. Er zeigte sich sehr zufrieden damit, dass vor allem durch die SPD-Fraktion dieses Gesetz in der ursprünglich angedachten Form, erfolgreich verhindert werden konnte,

„Das Gesetz erreicht auch nicht das angestrebte Ziel die Gastronomen zu schützen, da sich für viele Gaststättenbetreiber die Ausrichtung einer Vereinsfeier, die Bewirtung eines Fußballspiels und ähnliches gar nicht lohnen würde. Vereinsarbeit, die gerade im ländlichen Raum die Stütze des gesellschaftlichen Lebens ist, wird durch diesen Gesetzesentwurf unterlaufen.“ so Mormann weiter

Für Berthold Habekuß, Rechtsbeistand im Karnevalsverband Sachsen-Anhalt, verändere dieser Paragraph die Intention des Gaststättengesetzes, die eindeutig der Schutz vor Gefahren des Alkoholkonsums ist. Dies werde mit dem Ausschank an eigene Vereinsmitglieder jedenfalls nicht erreicht, es handele sich lediglich um den Schutz einer bestimmten Interessengruppe.“ Ebenso wies Habekuß auf die Aussagen des Landesdatenschutzbeauftragten von Bose hin, laut dem dieses Gesetz das Recht auf freie Selbstbestimmung unterlaufe und zudem unverhältnismäßig sei, da hier Mitgliedschaftsdaten offengelegt und durch Behörden überprüft werden. Dies könnten die kommunalen Ordnungsämter zudem gar nicht leisten.

Zahlreiche Vertreter von Vereinen und Institutionen folgten der Einladung der Wernigeröder Sozialdemokraten an diesem Abend. Auf Nachfrage des Kunst- und Kulturvereins Wernigerode, warum das Gaststättengesetz nicht mehr Bundes-, sondern nun der Landesgesetzgebung unterliege, antwortete Ronald Brachmann, rechtspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag, dass im Zuge der Entzerrung der Zuständigkeitskonkurrenz von Bund und Ländern einige Gesetze, wie das GastG und auch der Strafvollzug den Ländern übertragen wurden und die Landtage nun darüber zu befinden haben.