Veröffentlicht: 04.05.2018 unter aus dem Ortsverein

Reaktion auf Ablehnung des Projekts Kulturkirche im Stadtrat

Auf der gestrigen Stadtratssitzung (03. Mai 2018) ist die Entscheidung für den Zuschuss für den Umbau der Liebfrauenkirche in einen Konzertsaal leider zu Ungunsten der Befürworter des Projekts ausgegangen. Mit 18 Ja- und 18 Nein-Stimmen wurde die Beschlussvorlage denkbar knapp abgelehnt. Die Enttäuschung und das Unverständnis über dieses Ergebnis ist bei allen Unterstützern enorm groß, muss von uns aber nun akzeptiert werden.

Kevin Müller
(SPD-Fraktionsvorsitzender)

Als erste Reaktion auf diese Entscheidung des Stadtrates möchte ich mich bei den Vertretern der Kulturstiftung, bei den zahlreichen Unterstützern des Projekts aus den Reihen der Wernigeröder und im Besonderen bei Rainer Schulze bedanken. In den zurückliegenden Monaten hat er vehement und höchst engagiert für die Kulturkirche geworben. Dafür hat er nicht nur Lob und viel Zuspruch von den Wernigerödern geerntet, sondern musste sich auch gegen zahlreiche persönliche Anfeindungen auch seitens einzelner Stadträte erwehren. Seine sachlich angeführten Argumente und die über 400 gesammelten Unterschriften von Unterstützern aus dem betroffenen Innenstadtviertel reichten am Ende nicht aus, die Mehrheit des Stadtrates für das Projekt zu gewinnen.

Nun sollte schnellstmöglich ausgelotet werden, ob vielleicht eine Finanzierungsalternative gefunden werden kann, um den notwendigen Eigenanteil von 1 Mio. Euro aufbringen und somit das 5 Mio. Euro Projekt doch noch umsetzen zu können. Bis zum 30. Juni muss der Bauantrag eingereicht werden. Bis dahin muss eine andere Möglichkeit zur Finanzierung des Eigenanteils gefunden werden. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Veröffentlicht: 28.04.2018 unter aus dem Ortsverein

SPD unterstützt Umbau der Liebfrauenkirche

Die SPD-Stadtratsfraktion spricht sich für den Umbau der Liebfrauenkirche in ein Konzertsaal aus. Die Sozialdemokraten appellieren zudem an die übrigen Mitglieder des Stadtrates sachlichen Argumenten bei ihrer Entscheidung den Vorzug zu geben, als aufgrund persönlicher Differenzen bzw. Präferenzen das Projekt per se abzulehnen oder gar das gegenseitige Ausspielen von Interessengruppen oder Veranstaltungsorten zu betreiben.

Kevin Müller
(SPD-Fraktionsvorsitzender)

„Auch wenn der jetzige Zeitpunkt, zu dem das Projekt dem Stadtrat zur Entscheidung gegeben wurde, ungünstig ist, überwiegen doch die Vorteile einer Sanierung der Liebfrauenkirche deutlich“, erklärt Kevin Müller, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion. „Seit 20 Jahren wird nach einer sinnvollen Nachnutzung gesucht, jedoch bietet sich uns erst jetzt die Gelegenheit mit einer Förderung von vier Millionen EURO und einem städtischen Eigenanteil von 330.000 EURO in den nächsten drei Jahren den Umbau der Liebfrauenkirche zu einer Kulturkirche umzusetzen. Nicht nur die Investitionen in Schierke führen zu einer steigenden Zahl von Touristen, die die Vielfalt des Einzelhandels der Wernigeröder Innenstadt sichert. Sie bedarf aber auch einem Ausbau der kulturellen Infrastruktur und damit auch dem der Austragungsstätten. Aus diesem Grund ist uns hinsichtlich der Auslastung der Kulturkirche und des weiteren Bestandes bisheriger Kulturstätten ab 2022 nicht bange.“

„Als Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Senioren und Soziales ist mir wohlbekannt, dass wir über 6,5 Mio. EURO in freiwillige Aufgaben investieren. Damit sichern wir die weichen Standortfaktoren, wie beispielsweise die Förderung von Kultur- und Sportvereinen, die Finanzierung der Stadtjugendpflege oder die Betreibung der Schwimmhalle, Jahr für Jahr auf hohem Niveau“, so Müller weiter. „Den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen wurde erst vor kurzem eine exzellente Betreuungsqualität durch ein externes Gutachten bescheinigt. Die Wernigeröder Kita-Gebühren gehören zu den niedrigsten des Landes. In Reddeber steht nun ein KiTa-Neubau an, wie auch perspektivisch im Bereich Hasserode/Zentrum, und auch die Sanierung der Francke Grundschule wird nun umgesetzt.“

Die Sozialdemokraten finden es höchst unredlich, dass diese Fakten von den Gegnern der Kulturkirche außer Acht gelassen werden. „Man versucht auf Teufel-komm-raus zu polarisieren und es wird zu Unrecht sowohl die finanzielle Situation der Stadtkasse als auch die vieler städtischer Einrichtungen als desolat dargestellt“, kritisiert der SPD-Fraktionschef.

Veröffentlicht: 19.04.2018 unter aus dem Ortsverein

Einladung zum nächsten MittenDrin

Bei unserer nächsten „MittenDrin“-Veranstaltung wird als Referent und Gesprächspartner Janek Tomaschefski, Sekretär der IG Metall Geschäftsstelle Halberstadt, zu Gast sein. Er wird zum Thema

Übernahme lokaler Firmen durch ausländische Investoren

vortragen und seine Gedanken zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet statt am

Montag, dem 23. April 2017 um 19.00 Uhr im „Schiefen Haus“ hinter dem Rathaus.

Die Übernahme lokaler Firmen durch ausländische Investoren, insbesondere durch chinesische Anleger und die sich daraus ergebenen Chancen und Risiken, ist Gegenstand der Vortrages und der anschließenden Diskussion. Die Gesprächsleitung und Moderation übernimmt unser Vorstandsmitglied Tobias Nagel, selbst Mitglied der IGMetall.

Veröffentlicht: 18.12.2017 unter aus dem Ortsverein

Wernigeröder SPD lehnt Skihalle am Astberg ab

Vor kurzem fand die alljährliche Mitgliedervollversammlung der Wernigeröder Sozialdemokraten statt. Im Mittelpunkt standen nicht nur die aktuellen Entwicklungen in der Bundespolitik sondern auch die Lokalpolitik. Einstimmig wurde dabei ein Antrag beschlossen, der sich gegen die geplante Skihalle am Astberg am Ortsausgang Richtung Elbingerode richtet. Die Wernigeröder Sozialdemokraten fordern demnach die Stadt auf, in keiner Form, zum Beispiel durch Verkauf oder Verpachtung von stadteigenen Flächen oder in Form von positiven Stellungnahmen im Rahmen der baugesetzlichen Vorschriften, dieses in ihren Augen massentouristisch motivierte Großbauvorhaben zu unterstützen.

Rolf Harder

„Wir haben die Sorge, dass dieses Projekt allein auf Grund seiner Größe bei einer möglichen Insolvenz der Eigentümer oder der Betreiber physisch nicht mehr rückbaubar ist, ohne in erheblichem Maße Steuergelder dafür einzusetzen“, erklärt der Wernigeröder SPD-Vorsitzende Rolf Harder. Zudem sind die Sozialdemokraten der Auffassung, dass eine Skihalle am Astberg, bei dem es sich auch um ein Naherholungsgebiet für Nöschenrode handelt, dieses stark negativ beeinträchtigen würde.

„Darüber hinaus handelt es sich, anders als auf dem Winterberg, nicht um eine Fichtenmonokultur, sondern um einen höherwertigen Laubwald, der geschützt werden muss“, so Harder weiter. „Die sich vor wenigen Monaten gegründete Bürgerinitiative, die sich gegen dieses Projekt stellt, wird von uns uneingeschränkt unterstützt.“